Trinkwasseranalytik ~ Wasserwerke

DeichschafWasserchemie ~ Teil 1

In meinem ersten Beitrag gehe ich näher auf die Wasserchemie ein. Mit dem Wasser des blauen Planeten bin ich eng verbunden. In meinen Adern fließt blaues Blut.

Wasser? Davon haben wir mehr als genug, höre ich Menschen auf dem Deich oft reden. Bei Regenwetter wird geschimpft, gut dagegen finden viele der Touristen, wenn sie die Füße in der Elbe abkühlen können. An heißen Sommertagen müssen Blumen im Garten gegossen, Tiere mit Tränkwasser versorgt werden und  ein Glas Wasser auf dem Tisch stehen.

Mit der Wasserflasche kann ich beginnen. Auf der Rückseite ist eine lebensmittelrechtlich geforderte Deklaration der Inhaltsstoffe abgedruckt.

Unser Trinkwasser enthält viele Mineralien in Form von positiv geladenen Kationen, negativ geladenen Anionen und Spurenelemente.

Sie sehen im Folgenden eine Liste aller Parameter, die in den Wasserwerken, weiteren öffentlichen und privaten Laboratorien tagtäglich analysiert werden.

Hamburg Wasser kann bis zu 150 unterschiedliche Parameter überprüfen.

Wasser ist halt mehr als nur eine neutral schmeckende, nicht riechende und farblose Flüssigkeit. Im Labor werden die kleinsten, mit bloßem Auge nicht sichtbaren Inhaltsstoffe des Wassers sichtbar gemacht.

Trinkwasser Untersuchung | Routine Wasserwerke:

  • Temperatur °C
  • Leitfähigkeit us/cm
  • pH-Wert
  • Trübung TE/F
  • Calcium mg/l
  • Magnesium mg/l
  • Natrium mg/l
  • Kalium mg/l
  • Eisen mg/l
  • Mangan Ammonium mg/l
  • Nitrit mg/l
  • Nitrat mg/l
  • Chlorid mg/l
  • Sulfat mg/l
  • Säurekapazität mmol/l
  • Flourid mg/l
  • Härtebereich
  • Gesamthärte °dH
  • Karbonathärte °dH

(Quelle: TWV Staderland – Kenngrößen im Trinkwasser, Stand: 30.09.2013, 11:20 Uhr)

Beispiel: Prüfbericht Trinkwasseranalyse Hamburg Wasser

Quelle: http://www.hamburgwasser.de/wasseranalysen.html

Mikrobiologische Analyse auf krankmachende (pathogene) Keime / Bakterien:

  • Keimzahlen (GKZ)
  • Escherichia coli (E. coli)
  • Coliforme Keime
  • Enterokokken
  • Clostridien
  • Legionellen (zur Zeit Pflicht für Hausinstallationen ab einer bestimmten Größe)
  • Pseudomonaden
  • Amöben
  • Biofilme
  • PCR-Analytik zur Speziesbestimmung (Schnellverfahren: Screening und / oder Identifikation von Keimen)

Analytik auf chemische Paramter:

  • Organoleptik
  • Schwermetalle (z. B. Blei, Quecksilber, Uran)
  • Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Halogenierte organische Verbindungen (LHKW, SHKW, THM)
  • Benzol
  • Pflanzenschutzmittel (PSM)
  • Metaboliten von PSM
  • Kohlenwasserstoffe
  • Anionen
  • Bromat
  • Acrylamid
  • Epichlorhydrin
  • Wasserinhaltsstoffe
  • Untersuchungen auf Toxizität von Stoffen

Die Wasserproben müssen nach TrinkwV 2001 immer durch zertifizierte Probenehmer gezogen werden. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Umweltanalytik können bauftragt werden. Sachverständige aus der Wasserwirtschaft bieten den Service an.

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