Definitionen ~ Begriffserklärungen

Deichschaf

Auf dieser Seite finden Sie einige Erklärungen und Definitionen zu den branchenspezischen Begriffen:

1) Umweltkontaminanten

Stoffe, die natürlicherweise in der Umwelt vorkommen oder durch industrielle Prozesse in diese freigesetzt werden, können als Verunreinigungen der Luft, des Wassers und des Bodens auch in die Nahrungskette und somit in die Lebensmittel gelangen. In  Unterscheidung zu anderen Agenzien, wie z.B. Pflanzenmittelwirkstoffen, werden diese entsprechend ihrem Eintragspfad und ihrer unbeabsichtigten Ausbringung als Umweltkontaminanten bezaichnet [Verordnung (EWG) Nr. 315/93]. Hierzu zählen unter anderem Schwermetalle, Dioxine, polychlorierte Biphenyle (PCBs) und Lösungsmittel. [5) BfR (2010): S. 6.]

2) Höchstgehalte

Höchstgehalte werden festgelegt, um die Kontamination von Lebensmitteln durch Schadstoffe zu begrenzen. Sie sind in der EU-Gesetzgebung festgeschriebene, höchstzuläassige Mengen für Kontaminanten in oder auf Lebensmitteln, die beim gewerbsmäßigen Inverkehrbringen nicht überschritten werden dürfen. Höchstgehalte werden so niedrig wie nach guter Landwirtschafts-, Fischerei- und Herstellungspraxis vernünftigerweise möglich festgesetzt. Verantwortlich für die Einhaltung von Höchstgehalten ist in erster Linie der in der EU ansässige Hersteller / Erzeuger bzw. bei der Einfuhr aus Drittländern der in der EU ansässige Importeur. Die amtliche Lebensmittalüberwachung kontrolliert stichprobenweise das Lebensmittelangebot auf die Einhaltung der Höchstgehalte [Verordnung (EG) Nr. 1881/2006].  [5) BfR (2010): S. 10.]

3) Wärme und Temperatur:

Wärme ist die ungeordnete Molekülbewegung beziehungsweise Teilchenbewegung. Die Wärmeenergie eines Objekts ist die gesamte Energie aufgrund dieser Bewegung. Die Temperatur ist ein Maß für die mittlere kinetische Energie der Moleküle. “Die Temperatur eines Körpers ist ein Maß für die Energie der ungeordneten Bewegung der Teilchen aus denen der Körper besteht.” [a) http://www.tf.uni-kiel.de. Stand: 27.09.13]

4) Die Gezeiten – Begriffe

“Niedrigwasser (NW) ist der Eintritt des niedrigsten Wasserstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Tiden beim Übergang vom Fallen zum Steigen.”

Ebbe ist das Fallen des Wassers von einem Hochwasser bis zum folgenden Niedrigwasser.

Hochwasser (HW) ist der Eintritt des höchsten Wasserstandes einer Tide beim Übergang vom Steigen zum Fallen.”

Flut ist das Steigen des Wassers von einem Niedrigwasser bis zum folgenden Hochwasser.

Springzeit (bei halbtägiger Gezeitenform) ist die Zeit, zu der die halbmonatliche Ungleichheit in Hochwasserhöhe ihren größten positiven Wert annimmt. Wenn die halbmonatliche Ungleichheit alle anderen Ungleichheiten übertrifft, was bei halbtägiger Gezeitenform mit Ausnahme weniger Gebiete auf der Erde der Fall ist, so treten also zur Springzeit durchschnittlich die höchsten Hochwasser ein. Bei eintägiger Gezeitenform ist dies kurz nach dem Eintritt der größten nördlichen oder südlichen Deklination des Mondes der Fall.”

Nippzeit ist die Zeit, zu der die halbmonatliche Ungleichheit in Hochwasserhöhe ihren größten negativen Wert annimmt. Wenn die halbmonatliche Ungleichheit alle anderen Ungleichheiten übertrifft, was bei halbmonatliche Ungleichheit mit Ausnahme weniger Gebiete auf der Erde der Fall ist, so treten also zur Nippzeit durchschnittlich die niedrigsten Hochwasser ein. Bei eintägiger Gezeitenform ist dies kurz nach dem Äquatordurchgang des Mondes der Fall.

[d) Begriffsdefinitionen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie: BSH.de , Stand: 02.10.2013, 12:30 Uhr]

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